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Bürgerinitiative
Ortsumgehung Nieder Neuendorf

Pressemitteilungen des Vorstandes

Alles im grünen Bereich

BON, die beharrlichste Bürgerinitiative Hennigsdorfs, die sich seit 2001 den Umwelt- und Verkehrsproblemen in Nieder Neuendorf verschrieben hat, spendete an diesem Wochenende tiefgründig die Früchte ihrer Arbeit. Für ihr Engagement im Umwelt- und Klimaschutz hatte BON den Umweltpreis 2011 der Stadt Hennigsdorf im Rahmen einer fröhlichen Zeremonie während des städtischen Neujahrsempfangs durch Bürgermeister Andreas Schulz erhalten. Die Bürgerinitiative betrachtet diese Auszeichnung als Anerkennung für ihre langjährige umweltpolitische Hingabe und Aktivitäten. So heißt es in der Begründung des Hennigsdorfer Bürgermeisters ‚besonders für das gezeigte Engagement und die aktive Unterstützung als Beitrag zur Lärmentlastung der Landesstraße und die damit verbundene Einführung der Höchstgeschwindigkeit 30 km/h möchte ich meine Anerkennung aussprechen'. Die BON-Mitglieder hatten entschieden, die mit dem Umweltpreis verbundene Überweisung wieder in die Umwelt zu investieren. Am heutigen Tage pflanzten sie mit einer kleinen, aber herzlichen Feier eine 2,10m große Rotbuche auf dem Grünflächen-Gebiet zwischen den Straßen ‚Zur Baumschule' und ‚Hainbuchenstraße'. Die kleine Rotbuche wurde als Zeichen für Nachhaltigkeit und Entschlossenheit des Vereins unter Freudentränen und mit spontanem Beifall von Anwohnern eingepflanzt. Unter dem Motto ‚Natur bewahren und mit ihr zu neuen Ufern aufbrechen' buddelte BON-Vorsitzender Ronald Köpp persönlich das einheimische Gewächs behutsam ein. ‚Beruhigung und Entlastung, dafür steht dieser Baum und dafür stehen auch wir', ergänzte Vorstandsmitglied Thomas Jahn, ‚konservativ und progressiv zugleich, um Nieder Neuendorf schöner und erholsamer zu machen'.

Nieder Neuendorf, den 28.09.2013
"Bürgerinitiative Ortsumgehung Nieder Neuendorf - BON e.V."
Website: www.bon-ev.de

Aussitzen statt Einsetzen

Aussitzen statt Einsetzen lautet das jüngste Motto der Hennigsdorfer Stadtplaner. Aussitzen des beklagten Lärms statt Einsetzen für die geplagten Einwohner.

In der zweiten Stufe des Lärmaktionsplanes ist außerhalb von Ballungsräumen eine Lärmminderungsplanung für alle Straßen mit mehr als 3 Mio. Kfz/Jahr zu erstellen. Dies entspricht 8.200 Kfz/Tag (DTV). Als der Entwurf des Lärmaktionsplanes 2013 veröffentlich wurde, rieben sich Anwohner, Nachbarn und Besucher des südlichen Abschnitts der L172 verwundert die Augen. Was war passiert? Die Strecke zwischen Stadtgrenze und Waldmeisterstraße war in der Verkehrsentwicklungsplanung 2010 noch mit 10.000 DTV und als lärmkartierungspflichtig von der Stadt Hennigsdorf dokumentiert worden. Im ersten Entwurf des Lärmaktionsplanes 2013 lag dieser Wert bei unter 8.200 und somit außerhalb jedweder Lärmminderungsgedanken. Als wir als BON-Vertreter am 14.05. im Rathaus nach den genauen Zahlen fragten, waren diese nicht auffindbar. Immerhin wurden wir an das Landesamt LUGV in Potsdam verwiesen. Unsere eingeleiteten Recherchen brachten ans Licht, dass die tatsächlichen Werte bei 9.520 DTV lagen.

Daraufhin forderten wir:
1. Die Aufnahme des Streckenabschnittes Imkerweg/Waldmeisterstraße in die 2. Stufe des Lärmaktionsplanes
2. Die änderung der dazugehörigen Lärm-Karten und Ausweis als "belastet"
3. Beschreibung von einzuleitenden Maßnahmen zur Entlastung dieses Strassenabschnittes
4. Aufnahme der Fläche ab Imkerweg in westlicher Richtung bis Wohngebiet Yachthafen als "ruhige Gebiete"

Das Einzige, was davon im gerade geänderten Lärmaktionsplan umgesetzt wurde, war unsere erste Forderung nach Aufnahme des südlichen Streckenabschnittes der L172 in den Lärmaktionsplan. Trotz der korrigierten Kfz-Zahlen, trotz der korrigierten Verkehrsbelastung und trotz den permanenten Klagen der Anwohner wurden die betroffenen Gebiete nicht als "belastet" dargestellt. Es drängt sich der Eindruck auf, die Stadtverwaltung macht mal wieder gerade nur so viel, wozu sie sich ohnehin gezwungen fühlt! Das ist aus unserer Sicht unakzeptabel.

Auch die Begründung für die Ablehnung der Aufnahme des Erholungsareals mit seinen ungezählten Gärten westlich der L172 als "ruhige Gebiete" mutet wie ein Schildbürgerstreich an: diese Gebiete sollen als Vorhaltstrasse für schienengebundenes Verkehrsmittel und die Ortsumfahrung Nieder Neuendorf dienen. Vorhaltstrasse für schienengebundenes Verkehrsmittel? Woher? Wohin? Der Personenverkehr wurde auf der OHE-Trasse vor über 60 Jahren eingestellt und Gleise wurden größtenteils abgebaut bzw. der Natur zurückgegeben. Ortsumfahrung Nieder Neuendorf? Diese wurde ebenfalls mit dem bis 2024 gültigen Landesstraßenbedarfsplan ad acta gelegt.

Darüber hinaus wurde das geforderte Lkw-Fahrverbot aus wirtschaftlichen Gründen abgelehnt. Wirtschaftliche Gründe? Des Nachts gibt es keinen für Hennigsdorf wirtschaftlich signifikanten Lkw-Verkehr an der L172. Dazu kommt, dass aufgrund des Lkw-Fahrverbots Richtung Süden die Anwohner der Dorfstraße und Spandauer Landstraße jetzt deutlich ruhiger leben. Dieser Zugewinn an Lebensqualität darf nicht wieder rückgängig gemacht werden.

Wir als BON fordern weiterhin:
1. Entlastung der gesamten L172 in Nieder Neuendorf durch Komplett-Ausweisung als Tempo-30-Zone, kontinuierliche Geschwindigkeitskontrollen und Sanierung des schadhaften Fahrbahnbelags
2. Ausweis der Nieder Neuendorfer Erholungsgebiete in als "ruhige Gebiete"
3. Lkw-Nachtfahrverbot auf der gesamten L172 in Hennigsdorf sowie Fahrverbot für Lkw-Durchgangsverkehr in Nieder Neuendorf

Oder will der Bürgermeister eine Stadtautobahn statt Autos zu bannen?

Nieder Neuendorf, den 13.07.2013
"Bürgerinitiative Ortsumgehung Nieder Neuendorf - BON e.V."
Website: www.bon-ev.de

Verlässlich für Verkehrsberuhigung

Auf der am 27.02.2010 im Gasthaus ‚Am Dorfanger’ in Nieder Neuendorf durchgeführten Mitgliederversammlung von BON sprachen die Mitglieder dem amtierenden Vorstand erneut einstimmig das Vertrauen aus.
Er besteht weiterhin aus (v.l. n.r.).Falko Andrich (Schriftführer), Ronald Köpp (1. Vorsitzender), Johannes Gehling (Pressesprecher), Dilek Jahn (2. Vorsitzende) und Thomas Jahn (Kassenwart).
Kontinuität und Verlässlichkeit lautet auch das Motto der BI im Jahre 2010. BON verfolgt weiterhin die Ziele Verhinderung der geplanten ortsnahen Trassenführung der L172 und Verkehrsentlastung und Verkehrsberuhigung der Ortsdurchfahrt Nieder Neuendorf.
Die Versammlung stieß auf große Resonanz aufgrund der vielen Aktivitäten im vergangenen Jahr u.a. hinsichtlich des Entwurfes des Landesstraßenbedarfsplanes, welcher 3 Varianten einer möglichen Ortsumgehung um Hennigsdorf untersucht hatte. Hierbei war die BON-Variante nach Optimierung der gewählten Trasse knapp unterlegen; die Variante der Stadtverwaltung Hennigsdorf wurde erst gar nicht geprüft, da Nieder Neuendorf nach Ansicht der zuständigen Behörde keinen verkehrlichen Schwerpunkt bilde.
In diesem Jahr ist spätestens ab dem Monat April mit einer Entscheidung des brandenburgischen MIL (Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft) zum Landesstraßenbedarfsplan zu rechnen. Signale aus diesem Ministerium legen den Schluss nahe, dass eine wie auch immer gestaltete Ortsumgehung immer unwahrscheinlicher wird. Dann wird die örtliche Politik gefordert sein, im Sinne der Bürger durchgängige verkehrsberuhigende Maßnahmen an der Ortsdurchfahrt Nieder Neuendorf bei den oberen Behörden durchzusetzen.

Nieder Neuendorf, den 28.02.2010
"Bürgerinitiative Ortsumgehung Nieder Neuendorf - BON e.V."
Website: www.bon-ev.de

BON macht Dampf: Ortsumgehung aufs Abstellgleis

BON hat eine aufregende und anregende Woche hinter sich: Im Rahmen einer Blitzaktion animierte die Bürgerinitiative Anwohner in Hennigsdorf und Nieder Neuendorf zu Einwendungen gegen den Entwurf des Landesstraßenbedarfsplanes 2010 des Landes Brandenburg, welcher eine ortsnahe Umgehungsstraße um ganz Hennigsdorf vorsieht. Innerhalb von einer Woche konnte die BI bereits Hunderte von persönlich unterschriebenen Einwendungsschreiben besorgter Anwohner in Empfang nehmen. Gerade die auffällig hohe Anzahl an Einwendungsschreiben von Nicht-Mitgliedern der BI zeigt die breite Front gegen die nicht zielführenden Planspiele des Ministeriums und das Vertrauen in BON.
Die vom MIR vorgeplante neue Ortsumgehungstrasse stieß bei allen kontaktierten Haushalten auf aufgeregte Ablehnung. Wer sich die Detailunterlagen dieser Planung anschaut, erkennt, dass BON und die besorgten Anwohner gute Gründe für die Ablehnung haben:
Die ortsnahe Ortsumgehung Hennigsdorf würde ausgedehnte sehr ruhige Wohn-, Erholungs- und Naturschutzgebiete auf gesamter Länge des westlichen Ortsrands (7 km) durch Verkehrslärm, Luftschadstoffe, Trennwirkungen und Versiegelung neu belasten. Die Nieder Neuendorfer und Hennigsdorfer Bürgerinnen und Bürger wären durch die zwischen Wohngebieten und Wald verlaufende Schnellstraße von ihren Erholungsgebieten regelrecht abgeschnitten. Die zu erwartende Entlastung der Ortsdurchfahrt, an der nur verhältnismäßig wenige Menschen wohnen, steht in keinem akzeptablen Verhältnis zu der Neubelastung, die einem viel größeren Teil der Hennigsdorfer Bevölkerung durch die ortsnahe Umgehung zugemutet wird.
Eine mit Hilfe von Straßenplanern vorgenommene Punktebewertung kommt zu dem Schluss, dass unter Berücksichtigung der Entlastung, der Lärmneubelastung, der Neubelastung von Natur und Landschaft, der Erzeugung von Neuverkehr und der Effekte für Handel und Dienstleistungen nicht die ortsnahe Umgehung um Hennigsdorf, sondern eine ortsferne Umfahrung den günstigsten Gesamtnutzen aufweisen würde. Dazu wäre es noch die kostengünstigste von allen 3 im Vorstadium der Planungserstellung abgewogenen Varianten.
Wichtig ist daher, einen einheitlichen Widerspruch gegen die vom Ministerium favorisierte Trasse aufzubauen, und nicht nur die Stellungnahme der Stadtverwaltung Hennigsdorf wirken zu lassen.
So wurden dem Landesbetrieb Straßenwesen, dem die Einwendungen zugehen, nicht nur die aktuellen Einwendungen, sondern auch die über 1.600 Unterschriften zugesandt, mit denen BON-Unterstützer bereits im Jahre 2003 ihren Protest gegen eine geplante ortsnahe Umgehungsstraße um Nieder Neuendorf und für eine ortsferne Variante bei gleichzeitiger Verkehrsberuhigung deutlich gemacht haben.

Nieder Neuendorf, den 21.10.2009
"Bürgerinitiative Ortsumgehung Nieder Neuendorf - BON e.V."
Website: www.bon-ev.de

Bürgermeister-Kandidaten unter Zugzwang: Alle wollen Tempo 30 und eine Ortsumgehung

An unserem heutigen Polit-Talk im Restaurant ‚Dorfanger’ nahmen Vertreter/innen aller im Hennigsdorfer Parlament repräsentierten Parteien sowie die Kandidat/innen für das Bürgermeister-Amt teil.
Hierbei sollte im Wesentlichen herausgearbeitet werden, inwieweit die politischen Vertreter hinter der Verkehrsberuhigung in Nieder Neuendorf und zu den Planungen für eine Ortsumgehung Hennigsdorf stehen. Nicht zuletzt die Aktivitäten von BON hatten zur Einführung von Tempo 30 an der Nieder Neuendorfer Ortsdurchfahrt geführt. So hatte es dann auch im Vorfeld einen Austausch mit der Mehrzahl der Hennigsdorfer Parteien gegeben, welche einen gemeinsamen Konsens gegen eine ortsnahe Umgehungsvariante für Nieder Neuendorf ergeben hatte.
Umso verwunderlicher waren die Stellungnahmen des BPU und des Hauptausschusses. Diese hatten zwar alle 3 vom brandenburgischen Ministerium für Raumordnung und Infrastruktur abgewogenen Varianten abgelehnt, aber gleichzeitig die Forderung nach einer ortsnahen Umgehung bekundet.
Rund 80 interessierte Zuhörer/innen verfolgten innerhalb und außerhalb des Dorfangers die heutige Diskussion.
Die Nachfragen ergaben nur teilweise progressive Ansätze:
Positiv aufzunehmen ist die Tatsache, dass es einen parteienübergreifenden Konsens zur Verkehrsberuhigung im Ort gibt und das sich insbesondere der amtierende Bürgermeister für die durchgehende Einführung von Tempo 30 von der Badestelle bis zu den ‚Waldfrüchtchen’ einsetzen will. Beim Thema Lkw-Nachtfahrverbot hingegen gab es klare Meinungsunterschiede: Während sich die Grünen, das Bürgerbündnis, die CDU sowie die FDP für ein Nachtfahrverbot aussprachen, teilweise mit Abstufungen, gab es von der Linken ein klares Jein und von der SPD ein eindeutiges Nein. Während die Befürworter alle Möglichkeiten ausschöpfen wollen, um dies durchzusetzen, wurde von den Gegnern die Argumente ‚Eigenbedarf und klassischer Industriestandort’ ins Feld geführt. Wie Frau Nitsche hierbei zu Recht andeutete, gibt es hier Möglichkeiten, dieses Nachtfahrverbot mit Zustimmung der Industrie durchzusetzen.
Für erstaunen in der Zuseherschaft sorgte auch die Tatsache, dass sich keine/r der Bürgermeister- Kandidat/innen klar gegen eine ortsnahe Umgehungsstraße aussprach. Es wurde lediglich die mögliche Verschiebung einer ortsnahen Umgehung um 50 Meter (Herren Ehrlich und Schulz) sowie die Bürgerbeteiligung (Frau Nitsche) in Aussicht gestellt. Herr Schulz stellte auch klar, dass Hennigsdorf nicht die finanziellen Mittel für eine Ortsumgehung hat.
Fazit: wer die ortsnahe Umgehungsstraße nicht möchte, dem kann nur empfohlen werden, keine/n der Kandidat/innen für das Bürgermeister-Amt zu wählen.
Allerdings fragten die politischen Vertreter/inn mehrfach: was ist denn ortsnah? Findet hier klammheimlich ein Umdenken statt?

Nieder Neuendorf, den 20.09.2009
"Bürgerinitiative Ortsumgehung Nieder Neuendorf - BON e.V."
Website: www.bon-ev.de

Zum Tag gegen Lärm: BON fordert umgehende Verkehrsberuhigung

Anlässlich des Tages gegen Lärm am 20.04.2005 ermutigt die Bürgerinitiative Ortsumgehung Nieder Neuendorf e.V. (BON) die Stadtverwaltung Hennigsdorf, den Beschluss zur Verkehrsberuhigung in Nieder Neuendorf zügig umzusetzen.
Vorsitzende Stefanie Jahn: ‚Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass sich Lärm negativ auf unsere Gesundheit und Lebensqualität auswirkt. So fühlen sich lt. Auskunft der Deutschen Gesellschaft für Akustik (DEGA) über ein Drittel der Menschen in Deutschland durch Straßenlärm wesentlich belästigt.
Auch das Landesumweltamt Brandenburg hat unlängst auf Verkehrslärm als die dominierende Geräuschquelle unter allen Lärmbelästigungen hingewiesen.
Dies gilt in besonderem Maße für die Anwohner der Nieder Neuendorfer Ortsdurchfahrt. Sie leiden u.a. unter Konzentrationsminderungen, Schlafstörungen und Belastung des Herz-Kreislauf-Systems. Trotz der idyllischen Lage ihrer Wohnungen zwischen Wald und Wasser ist ihnen dort ein kontinuierlicher Rückzug zur Erholung und Entspannung kaum möglich. ‚Der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 16.02.2005 geht daher in die richtige Richtung. Die beschlossene Verkehrsberuhigung kann eine zukunftsweisende Entscheidung sein, ganz Nieder Neuendorf zu einem lebenswerten Wohnstandort zu entwickeln. Nach dem erneuten Beschluss der Stadtverordneten rechnen wir jetzt in hohem Maße mit energischen und zügigen Schritten der Stadtverwaltung, Tempo 30 an der Ortsdurchfahrt mit dem Land Brandenburg vertraglich zu vereinbaren', führte Jahn weiter aus.
15 Sekunden Ruhe um 14.15 Uhr am 20.04.2005 ist das Motto des diesjährigen Tages gegen Lärm. ‚Achten Sie das Recht Anderer auf Ruhe und halten auch Sie für 15 Sekunden inne', so die Aufforderung von BON an die SVV-Mitglieder ‚und unterstützen die Stadtverwaltung bei der baldigen Einführung von Tempo 30 an der Dorfstraße/Spandauer Landstraße.
Erstrebenswert ist lt. BON darüber hinaus die Einführung eines Lkw-Nachtfahrverbotes, da sich gerade das unregelmäßige An- und Abschwellen des Lärmpegels in der Nacht als besonders schlafstörend erweist. ‚Auch hier bauen wir auf ein Entgegenkommen der Stadt an die Anwohner in nächster Zukunft', so Jahn abschließend.

Nieder Neuendorf, den 19.04.2005
"Bürgerinitiative Ortsumgehung Nieder Neuendorf - BON e.V."
Website: www.bon-ev.de

Günstigste und schnellste Lösung ist Verkehrsberuhigung

Bei seinem Besuch in Nieder Neuendorf am vergangenen Donnerstag wurde Verkehrsminister Szymanski von den Hennigsdorfer Stadtvätern an der Nase herumgeführt. Die Stadt versucht, dem Land Finanzmittel für eine nutzlose Straße zu entlocken. Sie behauptet, dass eine nahe an Wohnsiedlungen verlaufende Umgehungsstraße eine Entlastung des Hennigsdorfer Stadtteils vom Verkehrslärm bringen würde. Dabei ist die alte Planung vom Anfang der 90er Jahre von der rasanten Entwicklung Nieder Neuendorfs längst überholt worden. Damals hatte der Ort nur 350 Einwohner, die hauptsächlich an der Ortsdurchfahrt angesiedelt waren. Die neuen ruhigen Wohngebiete mit über 3000 Einwohnern sind abseits der Ortsdurchfahrt entstanden und wären von der geplanten Schnellstraße betroffen. "Diese Information haben die Kommunalvertreter dem Verkehrsminister anscheinend verschwiegen. Ein Bypass um Nieder Neuendorf wäre widersinnig, egal wer ihn finanzieren würde. In Zeiten von Sozialabbau und Massenarbeitslosigkeit ist es völlig unverständlich, dass die Stadt auf Biegen und Brechen an einem solch unsinnigen Projekt festhält, bei dem die Kosten den Nutzen weit übersteigen." bekräftigt Stefanie Jahn von der Bürgerinitiative BON.

Mit einem Verkehrskonzept hatte BON für die Anwohner der Ortsdurchfahrt eine schnelle Entlastung durch Tempo 30-Abschnitte, Zebrastreifen und ein Lkw-Nachtfahrverbot vorgeschlagen. Zur nachhaltigen Entlastung der gesamten Stadt vom Durchgangsverkehr, enthält das Konzept der Bürgerinitiative eine Ortsumgehung, die neben Hennigsdorf auch Bötzow, Marwitz und Schönwalde entlastet. Das Brandenburgische Straßenbauamt und die Gemeinsame Landesplanung Berlin-Brandenburg unterstützen die Alternativlösung der Bürgerinitiative und hatten deshalb die Teilortsumgehung Nieder Neuendorf bereits zurückgestellt. über 1600 Bürger haben sich durch ihre Unterschrift gegen die Teilortsumgehung Nieder Neuendorf und für das BON-Verkehrskonzept ausgesprochen. "Es ist wirklich nicht mehr nachzuvollziehen, warum Bürgermeister Schulz sich noch für die Teilortsumgehung einsetzt. Die Mehrheit der Hennigsdorfer Bürger will etwas anderes." ist Stefanie Jahn überzeugt. "Er sollte besser die von der Stadtverordnetenversammlung beschlossene Verkehrsberuhigung der Dorfstraße endlich zu einem Erfolg führen."

Nieder Neuendorf, den 08.08.2004
Klaus Habeck, Pressesprecher des Vereins "Bürgerinitiative Ortsumgehung Nieder Neuendorf - BON e.V."
e-mail: bon.ev@web.de; Telefon: 0163 84 38 200
Website: www.bon.spierentonne.de

Gegen Verkehrslärm in Nieder Neuendorf

Die Bürgerinitiative BON bekräftigt anlässlich des Tags gegen den Lärm - 28. April - ihre Forderungen zur Entlastung der Ortsdurchfahrt durch verkehrsberuhigende Maßnahmen.

Angesichts des kürzlich vorgestellten Lärmminderungsplanentwurfs sieht BON gemeinsame Ziele der Stadt und der BI für Nieder Neuendorf. BON bietet daher der Stadt die Zusammenarbeit bei der Verkehrsberuhigung an, verlangt jedoch unabhängig davon, dass diese von ihrer favorisierten ortsnahen Umgehung ablässt.

Zwei wichtige Maßnahmen zum Lärmschutz schlägt BON in seinem Verkehrsentlastungskonzept vor: Die Nachtruhe kann am besten durch ein Nachtfahrverbot für LKW gewährleistet werden. Aber auch Tempo-30-Abschnitte an der Ortsdurchfahrt sind nach Meinung der BI unerlässlich. Eine dadurch erzielte Absenkung der Lärmspitzen wird von Anwohnern besonders entlastend empfunden, wie Studien belegen.

Weiterhin fordert BON mehrere Zebrastreifen an der Ortsdurchfahrt. Sie können nicht nur die Querung der Straße sicherer machen, sondern auch zur gleichmäßigeren Fahrweise bei niedrigeren Geschwindigkeiten beitragen. Ein wichtiger Faktor zur Lärmreduzierung.

Stefanie Jahn ist sich sicher, dass die Reduzierung des LKW-Durchgangsverkehrs, der in Nieder Neuendorf einen Anteil von mehr als 50% hat, auch die Belastung der Anwohner der Ortsdurchfahrt weitgehend reduzieren kann. "Wir unterstützen die Stadt deshalb dort, wo wir realistische Ansatzpunkte zur Lärmreduzierung sehen. Bei einer Lärmverteilung oder Neuverlärmung spielen wir jedoch nicht mit." bekräftigt die Vorsitzende von BON ihr Angebot zur Kooperation.

Nieder Neuendorf, den 25.04.2003
Klaus Habeck, Pressesprecher des Vereins "Bürgerinitiative Ortsumgehung Nieder Neuendorf - BON e.V."
e-mail: bon.ev@web.de; Telefon: 0163 84 38 200
Website: www.bon.spierentonne.de

SPD und PDS warten lieber auf mehr Verkehr

CDU, FDP und BürgerBündnis stimmen für Klageeinreichung

"In den letzten Jahren haben wir (...) viel Geld verpulvert". Dieser Satz eines SPD-Abgeordneten muss den Anwohnern der Ortsdurchfahrt Nieder Neuendorf wie Hohn in den Ohren geklungen haben. Dabei wäre eine Klage gegen den negativen Bescheid zur Verkehrsberuhigung an der Ortsdurchfahrt Nieder Neuendorf schon mit minimalem Kostenaufwand machbar gewesen. Bürgermeister Schulz (SPD) bestätigte selbst, dass der Gang vor das Gericht die Stadt Hennigsdorf finanziell nicht überfordern würde. Der Abgeordnete Schönrock (CDU) stellte sogar in Aussicht, die erste Instanz mit Hilfe des stadteigenen Justitiariats kostenlos durchzuführen.

Trotzdem wurde der Beschlussvorschlag der CDU mit einer knappen SPD-/ PDS-Mehrheit abgelehnt. Schlimmer noch, es wurden nicht mal alternative Durchsetzungsstrategien aufgezeigt. Damit hat gestern die letzte Stadtverordnetenversammlung in dieser Legislaturperiode eine wichtige Chance vertan, die Anwohner der Ortsdurchfahrt Nieder Neuendorf kurz- bis mittelfristig zu entlasten.

Dietmar Buchberger von der SPD, selbst betroffener Anwohner an der Nieder Neuendorfer Ortsdurchfahrt, will lieber warten, bis der Verkehr noch stärker wird, dann könnte man es mit einer Klage versuchen. Das legt den fatalen Schluss nahe: So schlimm sind die Belastungen noch nicht an der Ortsdurchfahrt, dass akuter Handlungsdruck besteht.

"Die Glaubwürdigkeit von SPD und PDS hat stark gelitten. Diese Parteien scheinen die beschlossene Durchsetzung von Verkehrsberuhigungsmaßnahmen nicht mehr weiterverfolgen zu wollen. Der Abgeordnete Priemuth bestätigte diesen Eindruck mit seinen Zweifeln an der Neutralität des Rechtsgutachtens, das im Vorfeld zur Klage erstellt wurde. Die halbherzigen Bemühungen der Stadt Hennigsdorf, für Entlastung der Anwohner sowie für Verkehrssicherheit in Nieder Neuendorf zu sorgen, scheinen damit fürs erste begraben zu sein. Leichtfertig wurde die Möglichkeit vertan, gerichtlich Verkehrsberuhigungsmaßnahmen anordnen zu lassen." resümierte Stefanie Jahn, Vorsitzende von BON e.V., im Anschluss an die Sitzung.

Nieder Neuendorf, den 23.10.2003
Klaus Habeck, Pressesprecher des Vereins "Bürgerinitiative Ortsumgehung Nieder Neuendorf - BON e.V."
e-mail: bon.ev@web.de; Telefon: 0178 875 2336
Website: www.bon.spierentonne.de

BON fühlt Parteien auf den Zahn

Verkehrspolitische Ziele für Hennigsdorf nachgefragt

Wie stehen die Parteien zur Ortsumgehung Hennigsdorf? Was wollen sie für die Entlastung der Anwohner an der Dorfstraße Nieder Neuendorf tun? Diese Fragen zur Verkehrspolitik hat die Bürgerinitiative BON e.V. den Parteien vor der Kommunalwahl gestellt.

"1500 Hennigsdorfer Bürgerinnen und Bürger haben mit Ihrer Unterschrift gegen die Ortsteilumgehung Nieder Neuendorf, aber für eine Ortsumgehung Hennigsdorf sowie eine Verkehrsberuhigung an der Ortsdurchfahrt Nieder Neuendorf gestimmt. Wir wollten wissen, wie die Parteien zu diesen Forderungen stehen und was sie davon in der nächsten Legislaturperiode vorantreiben wollen" sagt Stefanie Jahn, Vorsitzende der Bürgerinitiative BON e.V.

Auf den ersten Blick ist das Ergebnis der Umfrage erschreckend. SPD, PDS, CDU und FDP halten weiterhin an der Ortsteilumgehung Nieder Neuendorf fest und lehnen die Ortsumgehung Hennigsdorf trotz der größeren Gesamtentlastung für die Stadt ab. Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung an der Ortsdurchfahrt sind bei den genannten Parteien ebenfalls nicht auf dem Plan oder werden nachrangig behandelt.

Allein das BürgerBündnis unterstützt alle drei Forderungen von BON e.V.. Die BündnisGrünen stehen zwar hinter den Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung, halten aber eine weitere Zerschneidung der Landschaft für nicht akzeptabel und sprechen sich daher konsequent gegen beide Umgehungsvarianten aus.

Betrachtet man die Grundhaltung von BürgerBündnis und BündnisGrünen, so überrascht dieses Ergebnis nicht. Haben sich doch beide Parteien mehr Bürgernähe und Basisdemokratie auf die Fahnen geschrieben. Aber auch in der CDU gewinnt die Bürgernähe offensichtlich an Bedeutung. Sie fordert eine Bürgerbefragung zum Thema Ortsumgehung Hennigsdorf.

"Erfreulicherweise zeigen sich auch in den etablierten Parteien Ansätze dafür, den Bürgerwillen stärker zu berücksichtigen. Wir gehen deshalb in den nächsten Jahren von einer stärkeren Einbeziehung engagierter Bürger in die Hennigsdorfer Kommunalpolitik aus. BON e.V. wird sein viel beachtetes Verkehrskonzept auch weiterhin in die Diskussion einbringen" ist sich Stefanie Jahn sicher.

Nieder Neuendorf, den 22.10.2003
Klaus Habeck, Pressesprecher des Vereins "Bürgerinitiative Ortsumgehung Nieder Neuendorf - BON e.V."
e-mail: bon.ev@web.de; Telefon: 0178 875 2336
Website: www.bon.spierentonne.de

Verkehrsberuhigung Nieder Neuendorf stillschweigend "begraben"

Als Frau Pauluhn in der letzten Bauausschusssitzung über den negativen Widerspruchsbescheid zur Verkehrsberuhigung an der Ortsdurchfahrt Nieder Neuendorf (Hennigsdorf) berichtete, protestierte allein das BürgerBündnis dagegen, dass auf die zuvor vollmundig angekündigte Klage gegen den Bescheid verzichtet werden soll.

Zur Erinnerung: Am 11.12.2002 hatte die Stadtverordnetenversammlung einen Beschluss zur Verkehrsberuhigung gefasst, der die Stadtverwaltung damit beauftragt, bei den zuständigen Behörden verkehrsberuhigende Maßnahmen für die Ortsdurchfahrt Nieder Neuendorf durchzusetzen.

Nicht mal ein Jahr nach diesem Beschluss sowie einem halbherzigen Antrag der Stadtverwaltung beim Landkreis und dem negativen Widerspruchsbescheid sollen die Bemühungen um eine Verkehrsberuhigung an der Ortsdurchfahrt Nieder Neuendorf offensichtlich stillschweigend eingestellt werden.

Stefanie Jahn, Vorsitzende der Bürgerinitiative BON e.V., die sich nicht nur für eine Ortsumgehung Hennigsdorf, sondern auch für die Verkehrsberuhigung stark macht, ist enttäuscht: "Die rechtlichen Möglichkeiten müssen zum Wohle der Anwohner soweit wie möglich ausgeschöpft werden. Aber auch andere Möglichkeiten sollten ausgelotet werden. Einige Gemeinden haben ihre Ziele z.B. im Rahmen von Verkehrsversuchen erreicht. Für die Anwohner zählt nur das Ergebnis, nicht der Weg dorthin."

Die Uhr tickt unterdessen unerbittlich weiter. Bis 29.10.2003 muss die Klageeinreichung erfolgen. Auf der SVV-Sitzung am 22.10.2003 haben die Stadtverordneten daher letztmalig die Möglichkeit, den Bürgern öffentlich zu zeigen, wie ernst sie es mit ihrem Beschluss vom 11.12.2002 meinen.

Nieder Neuendorf, den 13.10.2003
Klaus Habeck, Pressesprecher des Vereins "Bürgerinitiative Ortsumgehung Nieder Neuendorf - BON e.V."
e-mail: bon.ev@web.de; Telefon: 0178 875 2336
Website: www.bon.spierentonne.de

Demonstration gegen Verkehrslärm in Nieder Neuendorf

Zu einer Demonstration gegen Verkehrslärm und für die Verkehrsberuhigung Hennigsdorfs ruft die Bürgerinitiative Ortsumgehung Nieder Neuendorf - BON e.V. auf. Die Demo findet am 03. Mai 2003 in Nieder Neuendorf statt. Treffpunkt ist um 14 Uhr auf dem Parkplatz an der Naturbadestelle (Dorfstraße/Am alten Strom). Es geht die Dorfstraße entlang zum Oberjägerweg/ Ecke Waldmeisterstraße. Diese Aktion wird von BON aus Anlass des internationalen "Tags gegen Lärm" initiiert.

BON demonstriert für Tempo 30-Abschnitte an der Hennigsdorfer Ortsdurchfahrt, für ein Lkw-Nachtfahrverbot in Nieder Neuendorf, für mehr Zebrastreifen und für einen 20-Minuten-Takt mit lärmarmen Bussen zwischen Hennigsdorf und Spandau.

Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 11.12.2002 wurde die Stadtverwaltung beauftragt, folgende verkehrsberuhigende Maßnahmen für die L 172 in Nieder Neuendorf durchzusetzen:

1. Zwecks Vermeidung weiterer schwerer Verkehrsunfälle und zur Wiederherstellung der Wohnqualität ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h abzusenken.
2. Einführung eines Nachtfahrverbots für Kfz über 3,5 t von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr, um den Nachtschlaf der Straßenanwohner wieder zu gewährleisten.
Ausgenommen davon bleibt der öPNV.
3. Zur Erhöhung der Sicherheit - insbesondere für Kinder und benachteiligte Verkehrsteilnehmer - sind zusätzliche überwege auf o.g. Streckenabschnitt einzurichten.

BON-Vorsitzende Stefanie Jahn: "Diesen Beschluss konnten wir gemeinsam mit dem BürgerBündnis nur dank der großen Teilnahme an unserer letztjährigen Demonstration und durch die über 1600 Unterschriften für unser Verkehrskonzept bewirken. Bis jetzt ist der Beschluss aber noch nicht in die Tat umgesetzt worden. Der Dringlichkeit der Maßnahmen gegen Verkehrslärm wollen wir durch eine erneute Demonstration Nachdruck verleihen."
Informationen zum "Tag gegen Lärm" gibt es im Internet unter www.tag-gegen-laerm.de und zur Bürgerinitiative BON unter www.bon.spierentonne.de.

Nieder Neuendorf, den 28.04.2003
Klaus Habeck, Pressesprecher des Vereins "Bürgerinitiative Ortsumgehung Nieder Neuendorf - BON e.V."
e-mail: bon.ev@web.de; Telefon: 0178 875 2336
Website: www.bon.spierentonne.de

Verkehrsberechnung: "äpfel mit Birnen verglichen"

Entlastung der Bevölkerung wurde nicht untersucht

Die Ortsumgehung Hennigsdorf war am vergangenen Donnerstag erneut Thema beim Ausschuss "Bauen, Planen, Umwelt". Das Planungsbüro Richter-Richard hatte im Auftrag der Stadt das Potential zur Verlagerung des Verkehrs von der Ortsdurchfahrt auf eine Umgehungsstraße berechnet. Verglichen wurde die von der Stadt Hennigsdorf favorisierte ortsnahe Umgehung des Ortsteils Nieder Neuendorf und die von BON e.V. geforderte Umgehung ganz Hennigsdorfs.

Für die Bürgerinitiative BON e.V. war das Ergebnis keine überraschung. Die Berechnung hat für die nur etwa 500 Meter westlich von der Ortsdurchfahrt geplante ortsnahe Variante erwartungsgemäß ein hohes Verkehrsverlagerungspotential ergeben. Der Auftrag der Stadtverwaltung an den Gutachter beschränkte sich dabei auf die verkehrlichen Wirkungen der beiden Straßenvarianten.

Nicht untersucht wurde, welche Folgen die hohen Fahrzeugzahlen (9400 Kfz pro Tag) auf einer ortsnahen Schnellstraße für die Bevölkerung Nieder Neuendorfs hätte. Der Gutachter Jochen Richard betonte: "Eine Entscheidung kann aufgrund der Verkehrsuntersuchung nicht gefällt werden. Die Auswirkungen auf die Bevölkerung sowie auf Umwelt und Natur müssten für beide Varianten untersucht werden."

Einzelne Abgeordnete leiteten ihr vorschnelles Urteil trotzdem allein aus den Verkehrszahlen ab und erklärten die ortsnahe Variante zur einzig sinnvollen Lösung. Andere bewiesen mehr Sachverstand und forderten die Stadtverwaltung auf, die fehlenden Untersuchungen durchzuführen.

"Die Stadt Hennigsdorf treibt den Teufel mit dem Beelzebub aus, wenn sie den Durchgangsverkehr von der Ortsdurchfahrt zu den Wohngebieten am Ortsrand verlagern will! Eine Entlastung der Bevölkerung Nieder Neuendorfs stellt sich durch die bloße Verkehrsverlagerung von einem sensiblen Gebiet ins andere nicht ein. Eine teure Fehlplanung zeichnet sich mit der ortsnahen Bypass-Variante ab." warnt BON-Vorsitzende Stefanie Jahn.

Abgeordnete mit Weitblick erkannten, dass die eigentlichen Verkehrsprobleme mit täglichen Staus an den Hauptkreuzungen durch den Bypass um Nieder Neuendorf nicht gelöst, sondern sogar verschärft werden. Mit 48 % Durchgangsverkehr trägt die Verbindung von und nach Spandau wesentlich zum täglichen Stau an der Kreuzung Hauptstraße / Berliner Straße / Ruppiner Chaussee bei. Das Anfang des Jahres vorgelegte Verkehrsmodell zeigt, dass die Kapazität dieser Kreuzung bereits jetzt weit überschritten wird. Aus Sicht von BON e.V. lässt sich durch eine Ortsumgehung Hennigsdorf sowohl die Entlastung Nieder Neuendorfs als auch die Entschärfung dieser Brennpunkte erreichen.

Das Planungsbüro hat für die Gesamtumgehung Hennigsdorf einen Zeitvorteil von mindestens 4 Minuten Richtung Velten und Marwitz und immerhin noch 2 Minuten zu den Autobahnanschlussstellen Stolpe und Hennigsdorf ermittelt. Richard wies darauf hin, dass er dabei noch keine Verkehrsberuhigungsmaßnahmen auf der Ortsdurchfahrt eingerechnet hat. Die ortsnahe Umgehung hat er jedoch mit der Verkehrsberuhigung der Dorfstraße in Nieder Neuendorf kombiniert. Dazu stellt Stefanie Jahn fest: "Auch wenn Herr Richard hier äpfel mit Birnen vergleicht, zeigt dies doch, dass unser Vorschlag einer Gesamtumgehung Hennigsdorfs bereits ohne weitere Maßnahmen eine vorteilhafte Verkehrsverbindung darstellt. Die Zeitvorteile würden mit der von uns geforderten Verkehrsberuhigung der Ortsdurchfahrt wesentlich höher ausfallen und damit erheblich mehr Durchgangsverkehr aus Hennigsdorf auf die Umgehung locken."

Für BON e.V. ist das vorgelegte Zahlenwerk des Planungsbüros Richter-Richard eher mit Vorsicht zu genießen. So stellte BON-Kassenwart Thomas Jahn gravierende Fehler bei den Berechnungen fest. Ein Beispiel: der Durchgangsverkehrs auf der Spandauer Landstraße wird mit 43 % angegeben, obwohl sich rechnerisch 48 % ergeben. "An den vorliegenden Berechnungs- und Rechtschreibfehlern wird deutlich, dass das Gutachten unter großem Zeitdruck und mit heißer Nadel gestrickt wurde." so Thomas Jahn.

Nieder Neuendorf, den 24.02.2003
Klaus Habeck, Pressesprecher des Vereins "Bürgerinitiative Ortsumgehung Nieder Neuendorf - BON",
e-mail: bon.ev@web.de; Telefon: 0178 875 2336
Website: www.bon.spierentonne.de

SPD-Fraktion tritt bei Verkehrsberuhigung auf die Bremse

Am 11.12.2002 hat die Stadtverordnetenversammlung in Hennigsdorf einen Beschluss zur Verkehrsberuhigung der Ortsdurchfahrt in Nieder Neuendorf gefasst. Die Fraktion BürgerBündnis hatte den Vorschlag für Tempo 30 auf der Dorfstraße, LKW-Nachtfahrverbot und Fußgängerüberwege vorgelegt. Sie fordert, dass die Verkehrsberuhigung vorrangig durchgesetzt und nicht vom Bau einer Ortsumgehung abhängig gemacht wird.

Die Entscheidung wurde von der Bürgerinitiative BON mit Spannung erwartet, denn die Forderung ist auch ein Teil des von ihr entworfenen Verkehrsentlastungskonzepts.

Durch einen änderungsantrag weichte die SPD-Fraktion den Beschluss dahingehend auf, dass die Verkehrsberuhigung bei der Straßenverkehrsbehörde nicht vorrangig durchgesetzt werden soll. Getroffen hat sie damit insbesondere die Anwohner der Ortsdurchfahrt Nieder Neuendorf und Hennigsdorf, die auf eine schnelle Verkehrsberuhigung und damit auf eine baldige Entlastung gehofft hatten.

"Eine schallende Ohrfeige ist dieser Beschluss für ca. 1.500 Hennigsdorfer Bürgerinnen und Bürger, die sich in einer Unterschriftenaktion u.a. für sofortige Beruhigungsmaßnahmen an der Ortsdurchfahrt Nieder Neuendorf ausgesprochen haben." sagte die BON-Vorsitzende Stefanie Jahn nach der SVV-Sitzung.

Positiv bewertet die Bürgerinitiative hingegen die Tatsache, dass sich die Mehrheit der Stadtverordneten mit dem Beschluss erstmals für die "schnellstmögliche" Durchsetzung der Verkehrsberuhigungsmaßnahmen ausgesprochen hat.

"Wir fühlen uns in unserer Arbeit bestärkt und werden auch weiterhin für sofortige Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung an der Ortsdurchfahrt eintreten. Mit derselben Energie werden wir uns aber auch für eine Ortsumgehung Hennigsdorf stark machen, um weitere Entlastungen zu erreichen. Die SPD-Fraktion hat mit ihrem 'Verwässerungsantrag' gezeigt, dass sie in der Frage der Verkehrsberuhigung lieber auf die Bremse tritt, damit der Durchgangsverkehr weiter Gas geben kann." zeigte sich Stefanie Jahn kämpferisch.

Nieder Neuendorf, den 13.12.2002
Klaus Habeck, Pressesprecher des Vereins "Bürgerinitiative Ortsumgehung Nieder Neuendorf - BON",
e-mail: bon.ev@web.de; Telefon: 0178 875 2336
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Unterschriften für Verkehrsentlastungskonzept Hennigsdorf überreicht

Mehr als 1600 Unterschriften für ein Verkehrsentlastungskonzept hat die Bürgerinitiative BON e.V. am Dienstag dem stellvertretenden Bürgermeister Martin Witt (SPD) in Hennigsdorf und am Mittwoch dem zuständigen Vertreter des Brandenburgischen Straßenbauamts Eberswalde überreicht.

Alle Unterzeichner sprechen sich für eine Ortsumfahrung für Hennigsdorf aus, die gleichzeitig die Orte Bötzow und Schönwalde vom Durchgangsverkehr entlastet. Außerdem fordern sie eine sofortige Verkehrsberuhigung der Ortsdurchfahrt Nieder Neuendorfs und einen Verzicht auf die von der Stadt Hennigsdorf favorisierte ortsnahe Umgehung des Ortsteils.

Die zahlreichen Unterschriften wurden an drei Tagen im Oktober und November 2002 trotz Regen und Kälte in Hennigsdorf gesammelt. "Wenn wir noch mehr Aktionen durchführen, könnten wir die Zahl der Unterschriften erheblich aufstocken. Aber wir haben die von uns angestrebte Anzahl bereits jetzt erreicht." erklärte die BON-Vorsitzende Stefanie Jahn.

Die Unterschriftensammlung wurde vom Gemeindekirchenrat der Evangelischen Gemeinde Nieder Neuendorf, vom Kleingartenverein Uferpromenade e.V., von der Gartensparte Am Nieder Neuendorfer Kanal, dem Kleingartenverein Eschenallee sowie dem Verein BürgerBündnis unterstützt.

Das Konzept steht ab sofort auf der Webseite des Vereins (www.bon.spierentonne.de) zum Download zur Verfügung.

Die Befürchtung Martin Witts, dass das geforderte Maßnahmenbündel die Attraktivität des Gewerbestandortes Hennigsdorf vermindert, hält BON e.V. für unbegründet. Ziel der Vorschläge sei es nicht, die Fahrten von und nach Hennigsdorf zu verhindern. Vielmehr soll der Verkehr anwohnerverträglich gestaltet werden, ohne neue Belastungen zu schaffen. Vordringlich seien daher Sofortmaßnahmen zur Entlastung der Ortsdurchfahrt, wie z.B. ein Nachtfahrverbot für LKW, Tempo-30-Abschnitte und zusätzliche Querungshilfen für Fußgänger.

Mit einer gemeinsamen Ortsumgehung für Hennigsdorf, Bötzow und Schönwalde könne der überregionale Durchgangsverkehr, der im "Verkehrsmodell Hennigsdorf" aus dem Jahr 1998 mit etwa 25 % ausgewiesen ist, aus den Ortschaften herausgehalten werden. Mit einer Umgehung Nieder Neuendorfs würde sich keine effektive Entlastung der Anwohner einstellen.

Auch das Brandenburgische Straßenbauamt sieht in einer Umgehung für den gesamten Ort Hennigsdorf bessere Möglichkeiten, einen hohen Nutzen für die eingesetzten Investitionsmittel zu erzielen. Für den neuen Landesstraßenbedarfsplan soll daher die Aufnahme einer Ortsumgehung Hennigsdorf geprüft werden, teilte das Straßenbauamt der Bürgerinitiative mit.

Die Stadt Hennigsdorf hält noch an einer Bypass-Lösung für Nieder Neuendorf fest. Martin Witt hat BON e.V. jedoch weitere Gespräche im Januar angeboten.

Nieder Neuendorf, den 29.11.2002
Klaus Habeck, Pressesprecher des Vereins "Bürgerinitiative Ortsumgehung Nieder Neuendorf - BON",
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Nieder Neuendorf, den 29.11.2002

überwältigender Erfolg bei Unterschriftensammlung

Mehr als 600 Unterschriften an einem Tag

Als überwältigenden Erfolg feierte die Bürgerinitiative Ortsumgehung Nieder Neuendorf e.V. (BON) die von ihr mitinitiierte Unterschriftenaktion am 22. September. Kurz nach 18:00 Uhr lag das "amtliche" Ergebnis vor: mehr als 600 Bürgerinnen und Bürger Nieder Neuendorfs haben allein an diesem Tag ihre Unterschrift unter die Forderungen der Initiative gesetzt.

Selbst das schlechte Wetter konnte viele Einwohner auf dem Weg zum Wahllokal in Nieder Neuendorf nicht davon abhalten, sich über die Forderungen zu informieren und mit den Initiatoren zu diskutieren. Umfassend wurden die Maßnahmen zur sofortigen Beruhigung der Ortsdurchfahrt erläutert und die eigene Straßenvariante zur Entlastung von ganz Hennigsdorf dargelegt. "Es waren durchaus auch kritische Fragen dabei. Zum Schluß konnten wir aber sehr viele Leute von unseren Forderungen überzeugen. Darunter sind auch etliche Anwohner der Ortsdurchfahrt." so einer der Initiatoren.

Die Initiatoren sehen sich durch diesen Erfolg in ihren Forderungen bestärkt. Wie angekündigt wird es weitere Aktionen geben. Die Unterschriftensammlung ist dabei der zentrale Baustein in der überzeugungsarbeit gegenüber der Stadt sowie dem Brandenburgischen Straßenbauamt.

Nieder Neuendorf, den 22.09.2002
Klaus Habeck, Pressesprecher des Vereins "Bürgerinitiative Ortsumgehung Nieder Neuendorf - BON",
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Unterschriften für Verkehrsentlastung in Hennigsdorf

Bürgerinitiative startet Unterschriftensammlung

Die Bürgerinitiative Ortsumgehung Nieder Neuendorf e.V. (BON) hat sich für den Tag der Bundestagswahl viel vorgenommen. Sie wird von 8:00 bis 18:00 Uhr vor der Grundschule im Hennigsdorfer Ortsteil Nieder Neuendorf informieren und Unterschriften sammeln. Interessierte Bürger haben Gelegenheit, über das von BON e.V. erarbeitete Verkehrsentlastungskonzept für Nieder Neuendorf / Hennigsdorf zu diskutieren.

Bei dem für die Planung zuständigen Brandenburgischen Straßenbauamt Eberswalde ist das Konzept bereits auf positive Resonanz gestoßen. Kernpunkte sind u.a. die sofortige Verkehrsberuhigung für die Ortsdurchfahrt Nieder Neuendorf sowie eine Umgehungsstraße für ganz Hennigsdorf. Diese bezieht die bereits geplante Ortsumgehung Bötzow, Marwitz, Velten (L 20n) mit ein und führt an Schönwalde Siedlung vorbei südlich von Nieder Neuendorf wieder auf die L 172. Dafür soll auf die von der Stadt favorisierte ortsnahe Umgehung von Nieder Neuendorf verzichtet werden, da diese nicht nur neue Belastungen und kleinteilige Zerschneidungen der Landschaft mit sich bringt, sondern zusätzlichen Durchgangsverkehr für ganz Hennigsdorf erwarten lässt.

Die Vorsitzende Stefanie Jahn: "Mit dem Informationsangebot und der Unterschriftensammlung möchten wir möglichst viele Bürgerinnen und Bürger von unserem Konzept überzeugen und bei den Verantwortlichen ein Signal setzen. Wir sind davon überzeugt, dass unsere Vorstellungen allen Hennigsdorfern zugute kommen. Jede Unterschrift ist ein Stück gelebte Demokratie."

Neben BON e.V. treten einige Kleingartenvereine sowie die evangelische Kirchengemeinde Nieder Neuendorf als Mitinitiatoren der Unterschriftensammlung auf. Das gemeinsame Vorgehen signalisiert: das von BON e.V. vorgelegte Konzept greift mit der Forderung nach sofortigen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung der Ortsdurchfahrt in besonderem Maße die Interessen der derzeit am stärksten belasteten Bürger Nieder Niederneuendorfs auf. In den nächsten Wochen sind weitere Termine geplant, um an zentralen Punkten im Stadtgebiet Hennigsdorf / Nieder Neuendorf über das Konzept zu informieren und Unterschriften zu sammeln.

Nieder Neuendorf, den 17.09.2002
Klaus Habeck, Pressesprecher des Vereins "Bürgerinitiative Ortsumgehung Nieder Neuendorf - BON",
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Mit Tempo 30 neue Unfälle verhindern

BON e.V. verlangt Maßnahmen für die Ortsdurchfahrt in Nieder Neuendorf

Der heutige Unfall an der Spandauer Landstraße in Nieder Neuendorf, bei dem ein Lkw der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) von der Straße abgekommen und umgekippt ist, hätte durch Tempo 30 auf der schmalen Innerortsstraße verhindert werden können. Davon ist die Bürgerinitiative BON e.V. überzeugt. Sie fordert deshalb die zuständigen Behörden und die Politiker auf, endlich Tempo 30 an der Nieder Neuendorfer Ortsdurchfahrt anzuordnen und Lkw-Durchfahrten mit verkehrslenkenden Maßnahmen zu minimieren.

Bereits am 27. April gingen fast 300 Menschen in Nieder Neuendorf für Tempo 30, ein Lkw-Nachtfahrverbot und Verkehrslenkung auf die Straße. Die Bürgerinitiative BON e.V. hatte zuvor einen Antrag zur Anordnung von Tempo 30 an der Dorfstraße und Spandauer Landstraße gestellt. Die Polizei sieht dort jedoch "bisher keinen Unfallschwerpunkt, der Maßnahmen erforderlich macht", so führte sie in ihrem Antwortschreiben aus. Eine Reaktion des Straßenbauamts Strausberg auf den Antrag der Bürgerinitiative steht noch aus. "Der Unfall zeigt, dass die Behörden über unseren Antrag nicht sachdienlich entschieden haben. Wir meinen, dass die Straßenverkehrsbehörde die Pflicht hat, Unfallgefahren durch vorsorgende Geschwindigkeitsbegrenzungen zu verringern. In diesem Fall ist die Behörde ihrer Pflicht nicht nachgekommen." sagt die Vereinsvorsitzende Stefanie Jahn.
BON e.V. hat das Ziel, den Verkehr an der Ortsdurchfahrt ohne den Bau einer neuen problembehafteten Straße am westlichen Ortsrand zu beruhigen.

Nieder Neuendorf, den 07.05.2002
Klaus Habeck, Pressesprecher des Vereins "Bürgerinitiative Ortsumgehung Nieder Neuendorf - BON",
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Super-Erfolg für Bürgerinitiative

BON e.V. veranstaltete Demo gegen Verkehrslärm

Fast 300 Demonstrantinnen und Demonstranten trotzten Regenschauern und Sturmböen und gingen am Samstag gegen Verkehrslärm und Ortsumgehungsneubau in Nieder Neuendorf auf die Straße. Mit Transparenten wie "Stoppt Ortsumgehung", "Brummis raus", "Tempo 30 im Ort" und "Wir sind das Volk" protestierten Hennigsdorfer und Spandauer Bürgerinnen und Bürger. Der Demonstrationszug legte die Nieder Neuendorfer Durchfahrtstraße für fast eine Stunde lahm. Autofahrer zeigten Verständnis für das Anliegen der Bürger.
"Wir wollen Tempo 30 sofort, dann brauchen wir die Umgehungsstraße nicht!" äußerte eine Anwohnerin der Dorfstraße. Stimmen wie diese zeigen: Die Nieder Neuendorfer sind sich einig, dass mit einem vernünftigen Verkehrskonzept die Ortsdurchfahrt entlastet und der Bau einer ortsnahen Umgehungsstraße vermieden werden kann.

Nieder Neuendorf, den 28.04.2002
Klaus Habeck, Pressesprecher des Vereins "Bürgerinitiative Ortsumgehung Nieder Neuendorf - BON",
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Demonstration gegen Verkehrslärm in Nieder Neuendorf


Bürgerinitiative ruft zur Teilnahme auf

Eine Demonstration gegen Verkehrslärm und Straßenneubau findet am Samstag, dem 27. April in Nieder Neuendorf statt. Dazu ruft die Bürgerinitiative gegen die Ortsumgehung Nieder Neuendorf (BON) anlässlich des bundesweiten "Tags gegen Lärm" auf. Ziele der Bürgerinitiative sind die Verhinderung der geplanten Umgehungsstraße L 172n sowie sofortige Verkehrsberuhigungsmaßnahmen an der bestehenden Ortsdurchfahrt. Die Demo startet um 14 Uhr am Parkplatz an der Badestelle (Dorfstraße/Am alten Strom). Es geht die Dorfstraße entlang zum Oberjägerweg/ Ecke Waldmeisterstraße. Dort sollen ein Informationsstand und Erfrischungen zur Diskussion einladen.

Zusätzlicher Verkehrslärm droht nicht nur den Nieder Neuendorfern, sondern auch den Hakenfelder und Hennigsdorfer Anliegern durch die geplante Ortsumfahrung. Mit Tempo 80 sollen Lkw und Pkw nahe an Wohngebieten und Kleingartenanlagen entlang rasen. Dadurch werden mehr Fahrzeuge auf diese Strecke zwischen Spandau und nördlichem Berliner Ring gelenkt. Bei Staus auf der Autobahn und nach Einführung der Lkw-Maut wird die L 172n eine beliebte Ausweichroute für den Schwerlastverkehr nach Spandau, Hennigsdorf und Velten, sagt die Bürgerinitiative BON voraus.

Die Umgehungsstraße soll die Anwohner der Ortsdurchfahrt Dorfstraße und Spandauer Landstraße vom Verkehrslärm entlasten. So die Vorstellung des Bürgermeisters und der Planer der Stadt Hennigsdorf. Die Bürgerinitiative BON hat ermittelt, dass etwa 250 Haushalte an der bestehenden Ortsdurchfahrt vom Verkehrslärm betroffen sind. Vor allem nachts stellt der Straßenlärm für die Anwohner eine große Belastung dar.

Zahlreiche neue Wohngebiete sollen nun durch die Anfang der 90er Jahre geplante Umgehungsstraße verlärmt werden. Bereits heute wären 250 neue Haushalte direkt von der geplanten Straße betroffen. Weitere Wohngebiete entstehen ab 2003 am westlichen Ortsrand Nieder Neuendorfs. Dann werden von dem Lärm der Umgehungsstraße sogar mehr Haushalte betroffen sein als von der Ortsdurchfahrt.

Vorwiegend westliche Winde werden den Lärm der Umgehungsstraße weit in den gesamten Ort und in die beliebte Erholungslandschaft zwischen Havel und Neuendorfer Heide tragen. Mit dem Bau der neuen Straße wäre die idyllische Lage und die Anziehungskraft dieses Ortsteils von Hennigsdorf zerstört. Und damit nicht genug: ganze Kleingartenareale müssen der Umgehungsstraße weichen. Der Kleingartenverein Uferpromenade e.V. ist daher als Mitstreiter der ersten Stunde der Bürgerinitiative BON beigetreten.

Die Bürgerinitiative BON fordert Sofortmaßnahmen für die Ortsdurchfahrt wie Tempo 30 und LKW-Nachtfahrverbot. Nur damit kann eine deutliche Verkehrslärmentlastung für alle erreicht werden.

Das "Wohnen und Erholen zwischen Wasser und Wald" darf nicht zum "Wohnen und Erholen zwischen Durchgangs- und Umgehungsstraße" verkommen. Alle Lärmgegner sind deshalb zur Teilnahme an der Demo aufgerufen.

Informationen zum "Tag gegen Lärm" finden sich im Internet unter www.tag-gegen-laerm.de und zur Bürgerinitiative BON unter www.bon.spierentonne.de.

Nieder Neuendorf, den 19.04.2002
Klaus Habeck, Pressesprecher des Vereins "Bürgerinitiative Ortsumgehung Nieder Neuendorf - BON",
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Bürgerinitiative Ortsumgehung Nieder Neuendorf gründet Verein

Mehr als 60 Bürgerinnen und Bürger, die sich gegen eine ortsnah geführte Umgehungsstraße wenden, gründeten am Freitag in der Dorfkirche den Verein "Bürgerinitiative Ortsumgehung Nieder Neuendorf - BON". Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensqualität vieler Einwohner Nieder Neuendorfs und Hennigsdorfs durch eine ökologisch und ökonomisch abgestimmte Verkehrsplanung zu verbessern.

Zu diesem Zweck soll die geplante ortsnahe Trassenführung der Landesstraße 172 verhindert und eine Verkehrsentlastung und -beruhigung der Ortsdurchfahrt ohne Neubelastung anderer Wohngebiete Nieder Neuendorfs erreicht werden. Die frisch gewählte Vereinsvorsitzende Stefanie Jahn: "Viele Bewohner Nieder Neuendorfs engagieren sich bereits und noch mehr haben sich heute als Vereinsmitglieder angemeldet. Wir freuen uns auf zahlreiche weitere Mitglieder, die jederzeit in den Verein eintreten k

ö
nnen." Die erste ordentliche Mitgliederversammlung ist für den 25. Januar 2002 geplant.

Nieder Neuendorf, den 16.12.2001

Klaus Habeck, Pressesprecher des Vereins "Bürgerinitiative Ortsumgehung Nieder Neuendorf - BON"
e-mail: bon.ev@web.de